UV-Strahlungstechnik

Physikalische Grundlagen

Strahlung lässt sich durch das elektromagnetische Spektrum definieren. Sehr langwellige Strahlen wie Radio- oder Mikrowellen sind energiearm. Kurzwellige Strahlen wie Röntgenstrahlen oder kosmische Strahlen sind hingegen sehr energiereich. Je energieärmer elektromagnetische Strahlung ist, desto weniger wird Materie durch sie beeinflusst.

Mikrowellen und Infrarotstrahlen haben einen beschleunigenden Effekt auf chemische Reaktionen, da sie Rotationen beziehungsweise Schwingungen von Molekülen anregen. Deshalb werden diese Technologien eingesetzt, um Aushärtungsreaktionen von beispielsweise klassischen Epoxidharzklebstoffen zu beschleunigen beziehungsweise zu starten. Weiter links von der Infrarotstrahlung kann die energiereichere UV-Strahlung bereits Elektronenanregungen verursachen. Initiatoren, die individuelle Wellenlängen im UV/VIS-Bereich absorbieren, werden in einen energiereichen Zustand versetzt und können sehr schnell chemische Reaktionen starten. Diese Technologie wird bei UV-härtenden Materialien wie Lacken, Klebstoffen, Vergussmassen oder Schutzlacken eingesetzt.

Absorption und Reaktion

Bei der Härtung von UV-Klebstoffen, Lacken oder Vergussmassen ist es erforderlich, dass die Absorption des Initiators im Klebstoff mit der emittierten Strahlung der UV-Lichtquelle möglichst genau übereinstimmt, um einen effektiven Härtungsverlauf zu erreichen.